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 Die Rückkehr von Rouvena

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Envinyatar

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 6 Jul 2010 - 16:51

Ein identisches Grinsen überkam die Gesichter von Vater und Sohn als Rouvena sie beide skeptisch ansah. Nur Tiere ..., strahlte sie Tarciryan und von Envi gleichzeitig: Ähm... nur ein kleiner Bauernhof. In diesem Augenblick fuhr ein Karren, gezogen von zwei typischen Highland Pferden, vor die Schmiede und rettete Envi und seinen Sohn vor weiteren Erklärungen. Im vorbei gehen gab er Rouvena einen kleinen Kuss auf die Wange, nahm ihre Tasche und den Beutel mit den Lebensmittel um sie gleich nach draussen zu tragen. Zwei Wachen der Königin begrüssten ihn freundlich und nahmen ihm die beiden Dinge ab. Meister Envinyatar habt Ihr noch mehr was wir mitnehmen sollen ?, fragte ihn der jüngere der beiden. Aye, antwortete ihm Envi. Der junge Wachmann folgte Envi in das Haus und begrüsste Rouvena sehr freundlich: Feasgar math*, ciamar a tha seibh?**

Envi schmunzelte da er den etwas verwirrten Gesichtsausdruck seiner Frau bemerkte. Duncan, meine Frau versteht kein gälisch, sagte er zwinkernd zu dem jungen Wachmann. Rouvena, ich möchte dir Duncan Ferguson vorstellen. Er ist zwar noch recht jung und dennoch schon ein wahrer schottischer Dragoon. Und es war mir eine Ehre an der Seite eines solch tapferen jungen Mannes zu kämpfen. Envi kopfte Duncan lachend auf die Schulter und die beiden Männer trugen die restlichen Habseeligkeiten nach draussen und luden sie auf den Karren. Noch einmal sah sich Envi in seiner Schmiede um ob sie nichts vergessen hatten, dann nahm er seinen Sohn auf den Arm und setzte ihn neben den älteren Wachmann, der den Karren lenkte, auf die kleine Bank. Envi winkte seiner Frau zu um ihr ebenfalls auf den Karren neben ihrem Sohn zu helfen bevor er sich mit Duncan hinten auf der Kante der Ablage setzte.

Duncan stiess einen jauchzenden Laut aus und die beiden Pferde begannen langsam sich in Bewegung zu setzen. Die Fahrt dauerte nicht sehr lange und das Tor der Burg durchquerten sie ohne weitere Kontrollen. Erst bei dem kleinen Gästehaus stoppte der Kutscher die Pferde und sie luden all ihre Taschen und Kisten ab. Es war mir eine Ehre Euch kennen zu lernen MyLady, sagte Duncan, verneigte sich vor Rouvena und gab ihr einen kleinen Handkuss. Meister Envinyatar, besucht doch mal wieder die Schenke meines Vaters, er hatte die Tage ein neues Fass angestochen. Ich bin mir sicher, dass er Euch schmecken wird. Envi schmunzelte ein bisschen verlegen, was würde Rouvena von ihm denken wenn er, wie schon so oft, ziemlich betrunken aus Ferguson's Schenke nach Hause schwanken würde. Ich schaue wieder bei deinem Vater vorbei Duncan ... versprochen, erwiderte er nun und die beiden Männer umarmten sich wie zwei alte Freunde kurz.

Duncan neigte sich hinunter zu Tarciryan: Weisst du schon was gute Nacht in meiner Sprache heisst ?, fragte er ihn freundlich worauf Tarciryan den Kopf schüttelte. Oidhche mhath, verriet ihm Duncan und der kleine Junge sprach es ihm nach: Oidhche mhath ... du bist lustig, fügte er grinsend hinzu.

* Guten Abend
** Wie geht es Ihnen ?

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Zuletzt von Envinyatar am Di 6 Jul 2010 - 18:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rouvena

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 6 Jul 2010 - 18:25

Das Eintreffen eines Karrens bewahrte die beiden vor einer belehrenden Ansprache Rouvenas, doch nahm sich diese vor in Zukunft etwas darauf zu achten, das der Vater den Jungen nicht zu sehr verwöhnte. Schliesslich konnte es auch einem zukünftigen König nicht schaden, zu lernen das man nicht alles haben konnte.
Höflich erwiderte sie den Gruss....sie nahm jedenfalls an das es ein Gruss war....des jungen Wachmannes, blieb aber unbewusst etwas auf Abstand.
Es freut mich euch kennenzulernen... sagte mi mit einem kleinen Lächeln, nachdem Envi ihn vorgestellt hatte.
Die paar Habseligkeiten waren schnell verstaut und mit Envis Hilfe stieg sie zu dem älteren Wachmann vorn auf den Wagen, dankbar das Tarciryan zwischen ihnen sass. Es dauerte nicht lange bis sie das Burgtor durchfuhren und kurz darauf vor einem hübschen kleinen Haus hielten. Schnell waren die Kisten und Taschen abgeladen und bevor sie noch reagieren konnte hatte der junge Duncan ihre Hand ergriffen und einen Handkuss darauf gehaucht.

Bitte nicht....das ist...zuviel Ehre... langsam zog sie die Hand zurück, glühende Röte im Gesicht. Es hat mich auch gefreut. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. erwiderte sie leise und nahm Tarciryan an die Hand.
Innen war das Haus grösser als es von aussen wirkte. Von einem kleinen Vorraum gingen mehrere Türen ab. Zur Rechten ging es in die Küche, ein zweckmässig eingerichteter Raum. Die linke Tür führte in einen gemütlich Wohnraum mit einem Kamin, einer Sitzgruppe und einer Liege die den römischen Ruheliegen nachempfunden schien.

Geradeaus betrat man das Schlafzimmer und von da führte noch eine Tür in ein weiteres Zimmerchen, das gut als Kinderzimmer genutzt werden konnte. Später würde sie sich alles genauer ansehen, nun mussten erst einmal die sachen hinein geschafft werden.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:23 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Envinyatar

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 7 Jul 2010 - 2:12

Envi war schon dabei einiges in das Haus zu bringen, den Beutel mit den Lebensmitteln, die er heute noch auf dem Markt gekauft hatte stellte er in der Küche auf eine der Arbeitsflächen und Rouvena's Tasche aus der Höhle trug er in das Schlafzimmer. Ebenso kam seine kleine Kiste in das Schlafzimmer und Tarciryan sass schon im Wohnzimmer auf dem Boden und spielte mit seinen Holzfiguren. Für Envi war dies ein Vorgeschmack auf ihr zukünftiges Zuhause in ihrem Haus am Rande der Stadt. Er sah sich um und entdeckte Rouvena: Fehlt uns noch etwas mein Abendstern ? Noch ist es ein bisschen hell und ich kann eben zurück in die Schmiede gehen falls dir noch etwas einfällt. Im Schlafzimmer legte er nun sein Schwert und seinen Dolch ab, hier innerhalb der Burg hatten sie nichts zu befürchten, die Wachen waren auf der Hut und ohne weiteres konnte niemand die hohen Mauern überwinden.

Papa ... Stall fehlt ..., rief ihm der kleine Junge nun zu und hielt zwei seiner kleinen Holzpferde Envi entgegen. Lächelnd setzte er sich zu seinem Sohn auf den Boden: Sobald wir in unserem Haus sind baue ich dir einen Stall Tarciryan und ein kleines Bauernhaus, was hälst du davon ? Möchtest du mir dabei helfen ? Der Junge stand strahlend auf und fiel seinem Vater um den Hals. Aye ... bauen helfen ..., sagte er freudig und im nächsten Augenblick sah er seinen Vater schweigend an. Papa ... Mama traurig ... böse Männer haben Mama gehauen ... kannst du machen das Mama wieder lacht ? Envi zog seinen Sohn in die Arme und flüsterte ihm leise zu: Ich werde alles tun damit sie wieder glücklich sein kann Tarciryan, das verspreche ich dir. Alles was in meiner Macht liegt. Aber auch wenn deine Mama im Moment ein bisschen traurig ist hat sie dich dennoch sehr lieb. Das darfst du nicht vergessen. Er küsste den Jungen liebevoll auf die Stirn. Ich habe dich auch lieb Papa ... , kam die leise Antwort zurück.

Mein Sohn, du verstehst schon bei weitem mehr als ein anderes Kind in deinem Alter. Du sprichst eine Sprache, die niemand hier in diesen Landen verstehen kann. Und du hast eine besondere Gabe, du verstehst den kleinen grünen Stein an deiner Kette. Tarciryan nickte: Aye ... weil du mein Papa bist ... habe ich von dir ... hat der Stein gesagt ... weil wir andere Menschen sind... nicht so wie die hier ... , der kleine Junge runzelte die Stirn nach Worten suchend. Das ist richtig Tarciryan, antwortete ihm Envi, wir sind zwar auch Menschen aber wir kommen aus einem weit entfernten Land. Meiner Heimat und eines Tages wird es auch deine Heimat sein. Auch deine Mama stammt aus meinem Land aber sie war noch sehr klein als sie von dort weg gebracht wurde daher erinnert sie sich nicht daran.

Will Land von Papa sehen..., folgte nun die prompte Antwort des Kindes, ... was machst du da ? Musst du da auch graben ? Mit einem Mal sprudelten die Fragen aus dem Mund des Kindes, er wollte nun mehr über seinen Vater wissen. Envi schüttelte lächend den Kopf: Nein, dort arbeite ich nicht in einem Stollen und suche nach wertvollem Erz. Dies tun die Zwerge in meinem Land. Sie können das viel besser und sind hervorragende Schmiede. Aus dem Erz, dass sie finden, schmieden sie die besten Waffen, Rüstungen aber auch massive Tore und feines Geschmeide. Tarciryan sah seinen Vater nun misstrauisch an: Was ist ein Zwerg ?, wollte er sofort wissen. Hm... das ist eine Rasse in meinem Land. Zwerge sind kleiner wie wir Menschen aber sie sind sehr zäh, tapfere und mutige Krieger und sehr gute Bergleute. In meiner Heimat gibt es nicht nur verschiedene Menschenrassen, mein Sohn, neben den Zwergen gibt es noch Hobbits. Sie sind noch kleiner als die Zwerge aber ein lustiges Volk. Vier davon gehören zu meinen besten Freunden. Und dann gibt es natürlich noch die Elben, äusserlich uns Menschen nicht unähnlich aber sie sind unsterblich.

Lange Zeit sass Envi mit seinem Sohn auf dem Boden und erzählte ihm ein bisschen aus seiner Heimat und von den Geschichten der Elben. Vor der Tür brach nun die Nacht herein was die beiden jedoch nicht mitbekamen.

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Rouvena

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 7 Jul 2010 - 11:01

Sich genauer umzusehen, dafür blieb in den nächsten Tagen noch genug Zeit. wichtig war es nun erst einmal die Sachen zu verstauen und dann ein vernünftiges Essen auf den Tisch zu bringen. Schon gestern hatten sich ihre beiden Liebsten mit Kleinigkeiten begnügen müssen und heute hatten sie seit dem Frühstück nichts in den Magen bekommen. Rouvena war müde und erschöpft, dennoch war sie froh sich durch Arbeit ablenken zu können, nicht mehr denken zu müssen. Sie hatte die kleine Vorratskammer entdeckt und wunderte sich kaum noch darüber, das diese gut gefüllt war. So beantwortete sie die Frage des Liebsten mit einem kleinen Lächeln und einem Kopfschütteln und begann als erstes die Lebensmittel einzuräumen welche Envi auf dem Markt erstanden hatte. Dann machte sie sich an die Zubereitung eines schmackhaften Mahles und bald schon köchelte ein Ragout auf dem Ofen, durchzog ein feiner Duft die Küche. Nur kurze Zeit später stand auf dem Fensterbrett eine Schüssel zum abkühlen und zum ersten Mal an diesem Nachmittag lag einen Moment lang ein echtes, warmes Lächeln in den Augen der jungen Frau.

Es würde eine Weile dauern bis das Essen soweit war, so das sie sich auf den Weg machte im Schlafzimmer die Taschen und Truhen auszupacken und die Sachen in die Schränke zu räumen. Ihr Blick umfasste die beiden die im Wohnraum auf der Erde sassen, und so vertieft waren, das sie sie nicht bemerkten. Doch bei den folgenden Worten des Jungen griff eine kalte Hand nach ihrem Herzen und presste es zusammen. "Papa ... Mama traurig ... böse Männer haben Mama gehauen ... kannst du machen das Mama wieder lacht ? " Woher wusste Tarciryan das? Wieviel wusste der Junge und vor allem....woher wusste er? Er war noch ein Baby als "es" passierte, es konnte doch nicht sein, das er sich erinnerte? Konnte es sein das ihr Sohn die Fähigkeiten seines Vaters besass?

Leise verlies sie ihren Platz an der Tür um nicht entdeckt zu werden, automatisch begann sie mit dem Auspacken der Sachen, sortierte aus was besser erst gewaschen und geflickt werden sollte. In Gedanken schalt sie mit sich selber das sie sich so gehen lies. Sie musste sich mehr zusammennehmen, was war denn gross geschehen? Nichts was nicht unzähligen anderen Frauen ebenso passiert war. Es war vorbei und sie lebte noch, war hier, wieder vereint mit ihrem Mann, der einzige den sie je geliebt hatte und den sie immer lieben würde. Doch trotz dieser Gedanken vermochte sie nicht zu verhindern, das wieder Tränen in ihre Augen stiegen die sie hastig fortwischte, das ihr Körper zu zittern begann und der Gang unsicher und leicht schwankend war als sie in die Küche zurückging um nach dem Essen zu sehen, bevor sie auf einen Stuhl sank und ihr Gesicht in den Händen verbarg.
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 7 Jul 2010 - 12:53

Langsam drang der Duft aus der Küche nun auch zu Envi und Tarciryan in das Wohnzimmer. Ein Blick aus dem Fenster verriet Envi, dass es schon spät geworden war und er wohl ziemlich lange mit seinem Sohn auf dem Boden gesessen sein musste. Sanft strich er dem Jungen über den Kopf: Hast du eigentlich auch Hunger Tarciryan ?, fragte er ihn leise und das Kind blickte mit grossen Augen zu ihm auf. Ja Papa ..., rief er vergnügt, sprang auf und rannte in die Küche. Envi folgte ihm langsam, begann jedoch seinen Schritt zu beschleunigen als er hörte wie der kleine Junge erstaunt "Mama ?" sagte. In der Küche angekommen sah er seine geliebte Frau auf einem der Stühle sitzen, das Gesicht in den Händen verborgen. Sogleich kniete er sich vor sie hin und nahm ihr vorsichtig die Hände von ihrem Gesicht.

Rouvena ? Mein Abendstern, was hast du ? Wir sind hier ... Tarciryan und ich und niemand kann dir etwas antun. Envi überlegte wie er sie nun ablenken könnte, sie auf völlig andere Gedanken bringen konnte, zumindest bis sie nachher alleine wären und Tarciryan schlief. Mama denkt an böse Männer ..., sagte der Junge plötzlich leise zu seinem Vater. Envi nickte ihm zu. Hier riecht es ja wirklich ungemein lecker Rouvena, was hast du denn feines gezaubert ?, sagte er nun seiner Frau zugewandt um sie aus ihrer Lethargie zu holen. Vorsichtig erhob er sich und zog sie mit sich hoch in seine Arme. Nichts kann uns nun mehr trennen, der Aufenthalt hier im Gästehaus ist der Neubeginn von unserem gemeinsamen Leben. Wir sind nun wieder eine Familie, Mann und Frau und gemeinsam werden wir alle Höhen und Tiefen des Lebens überwinden. Egal was geschehen ist Rouvena, es ist Vergangenheit und auch diese böse Dinge, die dir widerfahren sind, halten mich nicht davon ab dich zu lieben, dich ebenso zu lieben wie einst Arduin.

Es war das erste Mal, dass Envi dies ausgesprochen hatte. Seine Liebe Arduin gegenüber erschien ihm immer als die Stärkste doch nun war ihm bewusst, dass er das gleiche noch einmal empfinden konnte, dass er seinen Schmerz über den schrecklichen Verlust allmählich zu verlieren begann. Rouvena ist nun die Frau in seinem Leben, sie ist nun sein Mittelpunkt und keine andere mehr.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 7 Jul 2010 - 13:13

Ein wenig verständnisslos sah Rouvena auf, schien von weit her zu kommen. Ein tiefer Atemzug hob ihre Brust als Envi sie nun in seine Arme zog. Kurz schmiegte sie sich an ihn, wollte seinen Worten glauben das alles gut werden konnte.
Ich liebe dich..flüsterte sie leise, bevor sie sich löste und auf die Knie ging um den Sohn in die Arme zu nehmen.

Es wird alles gut Liebling, Mama ist nur müde ....du darfst nicht mehr an diese Männer denken Tarciryan ...ich tu es auch nicht mehr. Zart küsste sie den Jungen auf die Stirn und fragte sich erneut woher er davon wissen konnte. Dann stand sie auf, verdrängte alle Gedanken und ging hinüber zum Herd.
Ihr habt bestimmt Hunger ihr zwei , wie wäre es wenn ihr schonmal den Tisch deckt? Das Essen ist gleich fertig.

Ein paar Kräuter gab sie noch hinzu, und drehte sich dann zu den beiden um. Möchtet ihr Saft zum Essen trinken? Unsere Königin hat wirklich für alles sorgen lassen. und nach dem Essen hab ich noch eine Überraschung für euch.
Um einen leichten Ton bemüht, sah sie hinüber zum Fensterbrett, lächelte, wenn auch noch ein bischen mühsam.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 10 Jul 2010 - 17:19

Envi folgte ihrem Blick zur Fensterbank und mit einmal fingen seine Augen an zu strahlen. Dort auf der Fensterbank stand etwas, dss er schon lange nicht mehr zu essen bekommen hatte - ihre Himmelscreme.
Das ist ja deine herrliche Himmelscreme, mein Abendstern, sagte er vergnügt und konnte seine Augen kaum noch davon abwenden. Tarciryan, heute gibt es ein wahres Festmahl, verkündete er seinem Sohn, nahm ihn hoch und setzte ihn auf einen der Stühle.
Was ist Himmelkräm ?, fragte ihn der Junge und Envi antwortete ihm: Etwas sehr leckeres, das schmeckt dir mit Sicherheit.

Envi sah in die Schränke um nach Tellern und Besteck Ausschau zu halten und nachdem er fündig geworden war warf er einen kurzen Blick über Rouvenas Schulter was sie dort am Herd vorzügliches kochte.
Kaninchen Ragout, flüsterte er ihr leise ins Ohr, das duftet umwerfend Rouvena. Und Saft klingt auch sehr gut. Er gab ihr einen kleinen Kuss auf die Wange und ging an den Tisch um die Teller aufzustellen
Hast du das alles hier vorgefunden ?, fragte er sie als er nun noch drei Becher aus dem Schrank geholt hatte und auf den Tisch stellte.
Als ich hier logierte durfte ich nie etwas kochen, die Königin bestand darauf, dass ich jede Mahlzeit mit ihr essen sollte. Ich kam mir beinahe vor wie in meiner Heimat. Hm... hat sie eigentlich auch für ein kleines Holzfässchen gesorgt ?, frage Envi nun Rouvena und dachte dabei an eine gewisse schottische Spezialtät, die er schon immer gerne genossen hatte.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 10 Jul 2010 - 17:48

Es ist alles da was man sich nur wünschen kann... beantwortete sie seine Frage, ...zum Markt müssen wir die nächsten Tage gewiss nicht. Rouvena trug den Topf zum Tisch, gab das Gemüse in eine Schüssel die sie an Envi weiterreichte um selber in die Vorratskammer zu eilen und eine Flasche Fruchtsaft zu holen.

Bevor sie sich setzte füllte sie die Teller, gab den Saft in Becher und nahm dann am Tisch Platz. Lasst es euch schmecken ... wünschte sie und sah zufrieden das die beiden Liebsten kräftig zulangten.Sie selber nippte nur wie ein Vögelchen am Essen, musste sich dazu zwingen wenigstens einige Bissen zu sich zu nehmen.

Du fragtest nach einem Holzfässchen? Ich glaube hinten in der Ecke habe ich eines gesehen. Was ist so Besonderes an diesem Fass? fragend sah sie auf Envi, schickte dann einen mahnenden Blick zu Tarciryan.

Iss langsam Schatz, es ist genug da. Hab Hunger.... kam es lakonisch von den Lippen des Jungen und Rouvena schüttelte leicht seufzend den Kopf. Auch den Appetit hatte er eindeutig von seinem Vater.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   So 11 Jul 2010 - 15:32

Mit dem Mund voller leckerem Kaninchen Ragout kam ein "Danke" zurück und Vater wie Sohn verschlangen beinahe den Inhalt ihres Tellers als hätten sie seit Tagen nichts mehr zum Essen bekommen. Auf Rouvenas mahnden Worte hin flüsterte Envi seinem Sohn zu: Denke an den Nachtisch Tarciryan... dafür musst du noch Platz haben, und er grinste seiner Frau zu. Nachdem er dann einen grossen Löffel voller Ragout und Gemüse hinunter geschluckt hatte sah er in die Ecke, in der ein kleines Holzfässchen auf einem Ständer stand.

Ähm... das Fässchen, also ..., er grinste noch breiter, das ist etwas besonderes ... sie nennen es Whiskey. Allerdings sollten wir es vor Tarciryan fern halten, das ist noch nichts für ihn, fügte er hinzu nachdem er den neugierigen Blick seines Sohnen sah. Kurz darauf hielt Envi seinen Teller hin und bat sie um einen Nachschlag.
Ich habe deine Kochkünste sehr vermisst Rouvena, sagte er mit einem liebevollen Blick zu ihr, immer wenn ich Abends alleine in meiner Schmiede sass und ein Stück Brot essen wollte musste ich daran denke wie sehr du mich immer verwöhnt hattest und meist verging mir dann der Appetit. Aber nun werde ich wohl wieder ein bisschen an Gewicht zulegen, sagte er glücklich und strich sich unbewusst über Brust und Bauch.

Nach einer Weile fiel ihm nun jedoch auf, dass Rouvena immer noch an ihrem ersten Teller sass und davon kaum etwas gegessen hatte. Sein Sohn warf ihm einen verlegenen Blick zu als er seinen Teller in beiden Händen hielt und ihn eben abschlecken wollte. Envi grinste ihn nur an und nickte kaum merklich um sich dann Rouvena zu zuwenden. Mein Abendstern, du solltest ein bisschen mehr essen, sagte er leise zu ihr und strich ihr sanft über ihre Wange, dein Ragout ist sehr köstlich und du wirst die Kraft in den nächsten Tagen brauchen wenn wir im Haus arbeiten. Er nahm ihr den Löffel ab, füllte ihn in ihrem Teller und hielt ihn ihr vor der Mund. Komm, den Rest bekommst du auch noch gegessen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   So 11 Jul 2010 - 16:40

Whiskey?...Halte Elfi nicht sowas auch in der Taverne? Undeutlich erinnerte sie sich an eine bernsteinfarbene Flüssigkeit die brennend durch ihre Kehle lief. Wie lang das alles schon her war.
Aus den Augenwinkeln sah sie wie Tarciryan begann seinen Teller abzulecken, etwas das sie normal nicht duldete, doch hatte sie auch das leichte Nicken Envis gesehen und mochte das Kind durch eine Rüge nicht in einen Zwiespalt bringen.

Immer noch schob sie ihr Essen auf dem Teller hin und her und schüttelte dann leicht den Kopf.
Ich hab keinen Hunger Envi...bitte. Dennoch öffnete sie automatisch den Mund als er ihr den Löffel vorhielt. Mit etwas Mühe schaffte sie etwas mehr als die Hälfte, dann schob sie den Teller zurück.
Bitte Schatz...ich kann nicht mehr...morgen bestimmt wieder aber jetzt bekomm ich nichts mehr herunter.Holst du die Schüssel vom Fensterbrett? bat sie ihn und stand auf um den Tisch anzuräumen und Schälchen zu holen.

Tarciryan lies seinen Vater nicht aus den Augen, zu gespannt war er was diese gepriesene "Himmelkräm" denn nun war, die sein sein Papa so gern ass.



Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 12 Jul 2010 - 19:28

Bei Elfis Namen zuckte er kaum merklich zusammen. Als er vor wenigen Monaten kurz in Tara war sah er sie - Elfi - und die beiden Kinder. Traurig erinnerte er sich daran wie sein Sohn, sein Fleisch und Blut, Angst vor ihm hatte und ihn nicht einmal erkannte. Wie verschieden waren doch in dieser Hinsicht seine beiden Söhne, Tarciryan und Anárion. Envi dachte darüber nach ob auch Anárion etwas von ihm geerbt hatte, die Sprache der Elben und alles was er bisher von Tarciryan gesehen und gehört hatte. Sehnsucht stieg in ihm auf als er sich an die Begegnung erinnerte, wie gerne hätte er beide Söhne bei sich gehabt um zu erleben wir sie gross werden würden, wie sie die Kunst des Schwertkampfes von ihm erlernen würden und wie sie gemeinsam eines Tages in die Weisse Stadt reiten würden. Doch Elfi würde ihm den Jungen nie überlassen, das war Envi schmerzlich bewusst, dafür liebte sie dieses Kind zu sehr da es für sie die einzige Erinnerung war an eine Zeit, da sie hätte seine Königin sein können. Doch das Schicksal hatte andere Pläne für sie und für Envi.

Aye, sagte er nun leise zu Rouvena, Elfi hatte seinerzeit Whiskey in der Taverne ausgeschenkt, jedoch nicht vergleichbar zu diesem hier. Er legte den Löffel in Rouvenas Teller und stand nach ihren letzten Worte auf und ging zum jenem Fenster auf dessen Fensterbank die Schüssel mit Himmelscreme stand. Eine Weile sah er hinaus und beobachtete die Wachen, die über den Burghof liefen. Es schien die Wachablösung zu sein für das Haupttor, dachte er sich und über den Zinnen konnte er den beinahe blutroten Sonnenuntergang erahnen. Papa, rief es fröhlich hinter ihm und er drehte sich um und sah in das strahlende Gesicht seines Sohnes, der ihn erwartungsvoll anblickte. Lächelnd nahm er nun die Schüssel in seine Hände und kam damit zurück zum Tisch.

Das hier mein Sohn, dass ist die Beste Himmelscreme auf Erden. Und nur deine Mutter kann sie derartig zubereiten. Mit dem kleinen Finger seine linken Hand strich er kurz durch die Creme und hielt den Finger seinem Sohn hin, der ihn sofort begierig abschleckte. Lecker, kam es schmatzend aus dem Mund des Kindes und er schien noch mehr zu strahlen. Gleich darauf stieg er mit seinen Beinen auf den Stuhl, griff nach einem Löffel und wollte ihn schon tief in die grosse Schüssel tauchen als Envis Hand die seine ergriff. Mit einem strengen Blick liess sich das Kind sofort auf seinen Stuhl zurück gleiten, der Blick seines Vaters sagte mehr als mahnende Worte.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 12 Jul 2010 - 22:28

So unmerklich das Zusammenzucken auch war, Rouvena sah es dennoch und sie wusste das es nicht der Gedanke an Elfi war, der den leichten Schatten der Trauer über sein Gesicht fliegen lies. Sie wusste wie sehr er den Sohn vermisste, den Elfi ihm geschenkt hatte und schalt sich selbst ihn nun daran erinnert zu haben.
Verzeih...flüsterte sie ohne zu wissen ob er es überhaupt hörte, da er sich schon erhoben hatte um die Schüssel vom Fensterbrett zu nehmen. Von dem kleinen Intermezzo zwischen Vater und Sohn bekam sie nicht viel mit, ihre Gedanken weilten in Tara.

Gleichalt waren die beiden Jungen, Tarciryan und Anárion, und immer hatten sie sich vorgestellt, das die beiden zusammen aufwachsen würden. Dieser Traum war grausam zerplatzt und nun war die Hoffnung darauf wohl vergebens. Dazu müssten sie zurück nach Tara, und das wollten sie beide nicht. Andererseits würde Elfi ihnen den Jungen wohl kaum überlassen.

Es wäre so schön wenn er bei uns sein könnte.... sagte sie leise aus diesen Gedanken heraus.

Jetzt bemerkte sie auch das Envi dabei war die Schälchen zu füllen und Tarcyrian sich schon die Lippen leckte, jedoch wehrte sie ab als der Liebste auch ihr auffüllen wollte.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 13 Jul 2010 - 15:48

Für den ersten Moment überging er ihre Worte und sagte nur leise: Nachher ... aber du solltest wenigstens ein bisschen von deinem leckeren Nachtisch kosten mein Abendstern, das tut dir gut. Er füllte einen Löffel Himmelscreme in ihr Schälchen und reichte es ihr. Bitte Rouvena, du benötigst die Kraft noch. Ihr gegenüber war Tarciryan begeistert dabei sein Schälchen auszulöffeln und schmatzte unüberhörbar dabei. Envi konnte es ihm wirklich nicht verdenken, denn Rouvenas Nachtisch war köstlich wie noch nie.

Gemeinsam hatten Vater und Sohn die Hälfte der Creme verspeist als es draussen immer dunkler wurde. Glücklich strahlend verkündete Tarciryan mit einem Mal: Satt .., und grinste. Nun, dann wird es nun Zeit für das Bett .., erwiderte ihm Envi lächelnd und der Junge sprang von seinem Stuhl und rannte in das kleine Wohnzimmer. Sanft strich Envi seiner Frau über die Wange: Kann ich dich hier eben alleine lassen ? Dann würde ich den Jungen in sein Bett bringen. Anschliessend reden wir, einverstanden ? Sie nickte kurz und Envi folgte Tarciryan. Wie er es vermutet hatte sass der Junge wieder auf dem Boden und spielte mit seinen Holzfiguren.

Nennst du das ins Bett gehen ?, fragte er das Kind grinsend worauf ihm der Junge konterte: Aye Papa... nur noch bisschen spielen. Envi nahm ihn auf seinen Arm und ging mit ihm in das Badezimmer. Du bist doch müde, das sehe ich an deiner Nasenspitze, mit seinem Zeigefinger strich er dem Jungen neckend über die Nase, die fällt doch schon beinahe ab vor lauter müde sein. Tarciryan quietschte vor lachen, zog sich aber artig das Hemd über den Kopf nachdem ihn sein Vater wieder auf den Boden gestellt hatte. Nachdem er dem Jungen geholfen hatte sich für das Bett fertig zu machen ging es in das kleine Schlafzimmer. Es dauerte nicht lange bis der Junge eingeschlafen war und Envi kam leise zurück in die Küche.

Im Türrahmen blieb er stehen und beobachtete Rouvena beim Aufräumen. Deine Vermutung ist richtig Rouvena ..., sagte er in die Stille hinein, ...ich vermisse Anárion, auch wenn ich ihn nun nur kurz gesehen hatte, bei meinem Besuch in Tara... vor vielen Wochen. Aber .., er stockte kurz, ... er kennt mich nicht einmal, er hatte Angst vor mir. Und dennoch, ich fühle es das er mein Sohn ist und im Grunde zu mir gehört und nicht in die Stadt von Kelten. Wie soll er lernen ein Dúnedain zu sein wenn Elfi nichts darüber weiss ? Wer soll ihn seine Herkunft lehren ? Traurig liess sich Envi auf einen der Stühle sinken.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 13 Jul 2010 - 16:38

Ihm zuliebe ass sie ein bischen von der Himmelscreme, küsste dann den Sohn zur guten Nacht und sah den beiden gedankenverloren hinterher. So schön hatte es begonnen, alles hatte sich zum Guten gewendet nach der Aussprache mit Elfi. Die Kinder sollten zusammen aufwachsen oder doch zumindest fast zusammen. Und dann? Erneut schlug das Schicksal grausam zu.

Ein Zittern erfasste sie und rasch erhob sie sich, begann aufzuräumen, die Reste des Abendessen wegzustellen. Ablenken, nur nicht weiter nachdenken und erst als Envi sprach, bemerkte sie das er zurück war. Schläft Tarciryan schon? erkundigte sie sich fast beiläufig, bis sie sah das er auf einem der Stühle zusammengesunken war. Langsam trat sie hinter ihn, strich nach kurzem Zögern sanft über sein Haar.

Natürlich vermisst du ihn, er ist dein Sohn...ebenso wie Tarciryan sagte sie leise. Eine Weile war es still in der Küche. Du solltest nach Tara reisen Envi, mit Elfi reden. Normal gehört ein Kind zu seiner Mutter. Aber Anárion ist kein normales Kind wie jedes andere. Er ist dein Sohn, der Sohn eines Königs und er muss lernen seine Fähigkeiten zu begreifen. Rede mit ihr Liebster vielleicht versteht sie und überlässt ihn dir. Ich ....werde ihn lieben wie Tarciryan, weil es dein Kind ist.

Langsam löste sie die Hände von seinen Schultern, ging hinüber ins Wohnzimmer und begann seufzend die kleinen Holzfiguren einzusammeln. Ich muss mich besser beherrschen ..schimpfte sie mit sich selber, und blinzelte die neuerlichen Tränen hinweg, ...wie soll der Junge Ordnung lernen wenn ich sie ihm nicht beibringe?


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 14 Jul 2010 - 14:18

Auf ihre Frage hin nickte er nur und hörte ihre Worte als wären sie meilenweit von ihm entfernt gesprochen worden. In Gedanken war er nicht an diesem Ort, im Gästehaus der Königin sondern in Tara. Er erinnerte sich als wenn es erst gestern geschehen wäre wie er vor ein paar Monaten für kurze Zeit in Tara war, gleich bei seiner Ankunft Elfi und den beiden Kindern begegnet war und wie Anárion sich ängstlich hinter den Beinen seiner Mutter versteckt hatte. Der Junge wusste nichts über seinen Vater oder darüber welcher Abstammung er war. Elfi schien in dieser Hinsicht nicht viel Interesse zu haben dem Kind nun schon etwas zu erklären und Envi bezweifelte, dass sie ihm seinen Sohn geben würde. Sie liebte ihn noch immer und nach wie vor schien sie die Hoffnung nicht aufgegeben zu haben, den Mann zu bekommen, den sie haben wollte. Envi hatte bei ihrem kleinen Gespräch in Tara viel eher den Eindruck sie würde Anárion als eventuelles Druckmittel verwenden damit er zu ihr zurück kehren würde.

Aber selbst wenn er nun seine geliebte Rouvena nicht gefunden hätte wäre dies nie der Fall geworden. Nach all den einsamen Jahren bevor er nach Tara gekommen war hatte er sich hinreissen lassen und gab sich einem Schein hin, seiner eigenen Verzweiflung das die Prophezeiung endlich in Erfüllung gehen möge. In der ersten Zeit mit Elfi war er sich dessen auch noch sicher bis ... bis zu jenem Samhain Fest. Die Begegnung mit Rouvena veränderte alles. Anfangs noch unbewusst keimte etwas in ihm auf, dass er viele, viele Jahre nicht mehr gefühlt hatte, dass ihn Stunden später an den See getrieben hatte ohne das er sich zum damaligen Zeitpunkt hätte erklären können.

Der See. Ein sanftes Lächeln überzog sein Gesicht als er sich an jene Nacht erinnerte und eine verängstigte und scheue Rouvena erneut vor sich sah. Damals nahm er ihr die tief verwurzelte Angst, wie er dachte als ein Freund. Doch kurz darauf musste er sich selbst eingestehen, dass er schon zu diesem Zeitpunkt mehr für sie empfand als nur Freundschaft. Er hatte sich an diesem See in sie verliebt, verliebt wie einst in Arduin.

Mit geschlossenen Augen, vor sich hin träumend, sass er noch immer in der Küche und bemerkte nicht einmal wie Rouvena nun im Wohnzimmer war und leise vor sich hin murmelte.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 14 Jul 2010 - 22:10

Ein kleines Holzpferdchen in der Hand drehend, stand sie mitten im Raum, beinah wie erstarrt. Es schien als habe sie vergessen das sie aufräumen wollte, statt dessen lies sie sich auf die Knie nieder, nahm ein Tierchen nach dem anderen in die Hand und stellte es zurück.

Jetzt wo es still wurde, die Arbeit getan war wusste sie nicht weiter. Krampfhaft suchte sie die Gedanken auf schöne Erinnerungen zu lenken und auf die Hoffnung das Tarciryans Halbbruder vielleicht doch zu ihnen kommen konnte, doch immer wieder schob sich ein brutales, triumphierendes Gesicht vor ihr inneres Auge. Wie...wie sollten sie jemals glücklich leben können, wenn es ihr nicht gelang zu vergessen? Dabei sehnte sie sich nach seiner Liebe, nach seiner Zärtlichkeit und zugleich fürchtete sie sich.

Lautlos rannen die Tränen über ihr Gesicht und sie merkte es nicht einmal. Dunkel war es im Zimmer und auch das nahm sie nicht wahr. Die Angst umklammerte ihr Herz, Angst davor niemals wieder so glücklich sein zu können wie damals....an der ersten wunderbaren Tagen im Rosenhaus.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 16 Jul 2010 - 15:20

Die Nacht war nun endgültig herein gebrochen als Envi langsam wieder aus seinen Tagträumen erwachte. In der Küche war es nun dunkel wie auch im Rest des kleinen Hauses. Ein Strahl fahlen Mondlichtes drang durch das kleine Fenster herein als Envi sich auf die Suche nach einer Kerze machte. Kaum hatte er sie entzündet ging er auf die Suche nach Rouvena und fand sie auf dem Boden sitzend im Wohnzimmer. Stumme, leise Tränen rannen ihr über die Wangen und auch sie schien, wie er noch bis eben, in ihren Gedanken meilenweit entfernt. Vorsichtig, um sie nicht zu erschrecken, setzte er sich neben sie und wischte ihr behutsam die Tränen weg.

Mein Abendstern, ich muss mit dir reden, es ist wichtig, sagte er leise und versuchte sie liebevoll anzublicken. Ich muss zurück nach Tara. Morgen Abend bin ich wieder zurück. Die Stadt der Kelten ist nicht sehr weit entfernt und mit Brégo kann ich es an einem Tag schaffen den Weg hin und zurück. Aber verstehe es bitte, ich muss es tun, für mich und für uns und für Anárion. Seit ich in Tara war quält mich die Sehnsucht nach ihm, wie sie mich in der langen Zeit nach dir und Tarciryan quälte. Bevor ich nach Tara kam dachte ich weniger an den Jungen, aber seit ich ihn sah hat sich alles verändert.

Envi stand auf, ging zu seinem Rucksack und zog seine Pfeife und seinen Tabak heraus. Ohne jede Hast stopfte er sie und ging zum Kamin. Als nun der Tabak hellrot in der Dunkelheit des Raumes aufglühte wandte er sich wieder Rouvena zu.

Er ist wie Tarciryan Rouvena, ein Dúnedain. Nur er weiss überhaupt nichts von seiner Abstammung oder von seinen Fähigkeiten, die er von mir erbte. Elfi hat ihn bisher wie einen Kelten erzogen und dementsprechend verhält er sich. Ich hatte den Eindruck sie will es nicht, dass er spürt was in ihm versteckt ist und das kann und darf ich nicht zulassen Rouvena. Er ist mein Sohn und hat ebenso wie Tarciryan eine Bestimmung, die ihm vorher gesehen ist. Ich bitte dich, lasse mich reiten und ihn holen solange wir noch hier in der Burg leben. Du und unser Sohn seid nirgends derartig sicher wie hier. Wenn wir erst unser Haus bezogen haben würde ich es niemals wagen dich alleine zu lassen, doch hier weiss ich dich in Sicherheit und ich gelobe es dir bei allem was mir heilig ist, morgen Abend bin ich zurück.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 16 Jul 2010 - 15:51

Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Züge als er ihr die Tränen von den Wangen wischte, doch schon nach seinen ersten Worten erstarb es. Ihr Blick irrte ab, ging in die Ferne. Von all dem was er er sagte verstand sie kaum noch etwas, nur das er sie allein lies, das sein Sohn den er kaum kannte ihm wichtiger war als sie. Wusste er nicht wie sehr sie ihn brauchte? Gerade jetzt ? Das sie Angst hatte vor dem Allein sein? Gerade er der ihre Gefühle, ihre Ängste immer gespürt hatte.
Die Kinder... war das alles was für ihn wichtig war?

Ja...wenn du gehn musst.... kam es tonlos, äusserlich ruhig über ihre Lippen, ...dann solltest du losreiten... Langsam, fast etwas mühsam erhob sie sich, seinem Blick ausweichend. Nur jetzt nicht mehr weinen...nicht jetzt dafür war die Nacht noch lang genug.

Pass gut auf dich auf....und komm heil zurück...mit dem Jungen. Flüchtig nur umarmte sie ihn, einen kleinen Kuss auf seine Wange hauchend. Ich sollte schlafen gehn....morgen gibt es viel zu tun.

Fast fluchtartig verlies sie sie den Wohnraum, bevor er die Tränen sah die sich nicht länger zurückhalten liessen.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 14:25

Envi sah ihr nach. Langsam legte er seine Pfeife auf den Kaminsims und folgte ihr in das Schlafzimmer. Als er hinter ihr stand konnte er ihre Tränen vernehmen, die sie vor ihm verbergen wollte und legte vorsichtig seine Hände auf ihre Schultern. Langsam begann er sie wortlos sanft zu massieren, liess seine Hände über ihre Arme gleiten und zog sie, mit den Händen auf ihrem Bauch ruhend, in seine Arme. Sie ist seine Frau, die Frau in die er sich unsterblich in Tara verliebt hatte und immer noch über alles liebte. Und doch war da etwas, dass eine Barriere zwischen ihnen aufgebaut hatte. Der Gedanke, dass sie von diesen Kerlen gesehen wurde, wie es nur ihm zustand, dass sie sich an ihr vergangen hatten gerade als er ihr all ihre Ängste genommen hatte. Würden sie sich jemals wieder lieben können wie einst ? Rouvena traf keine Schuld, dessen war sich Envi bewusst. Sie hatte diese Verbrecher nicht darum gebeten ihr Leid zu zufügen, sie zu entführen und dennoch war es geschehen. Eine Flut von unterschiedlichen Gefühlen durchzog Envi. Hass, Wut und Rache auf der einen Seite, Enttäuschung und ja beinahe schon Zweifel an sich selbst, Zweifel daran ob er sein Versprechen jemals wirklich halten könnte. Wie oft hatte er ihr damals geschworen ihr würde nie etwas zustossen. In Tara müsste sie keine Angst haben, dass diese Menschen, vor denen sie geflohen war, sie jemals finden würden. Und dennoch hatte man sie gefunden. Sie gedemütigt, erniedrigt und geschändet.

Würde es jemals wieder Tage geben wie einst im Rosenhäuschen ? Wie oft hatte sich Envi in der langen Zeit seiner Suche an exakt diese Tage erinnert um die Hoffnung nicht zu verlieren. Sicherlich kamen ihm auch grausame Gedanken in den Sinn was mit ihr geschehen sein konnte, doch nie hatte er sich darüber Gedanken gemacht wie es eines Tages für ihn sein würde, sollte er seine geliebte Rouvena wirklich wieder finden.

Noch immer stand er hinter ihr und hielt sie in seinen Armen während seine Hände sanft über ihren Bauch und allmählich auch immer wieder über ihre Brust glitten.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 15:10

Sie spürte wie er hinter sie trat, erstarrte als er sie sanft massierte, doch machte sie keine Anstalten sich zu lösen. Ganz still stand sie an ihn gelehnt während noch immer lautlos Tränen aus ihren Augen liefen. Langsam ...ganz langsam begann sie sich zu entspannen unter der sanften Zärtlichkeit, hinter der kein Zwang zu spüren war, die ihr bewusst machten das ER es war, der sie in seinen Armen hielt.
So widerstand sie dem ersten Impuls sich loszureissen als seine Hand zärtlich ihre Brust berührte, lauschte sem Gefühl nach das es erzeugte, vertraut und doch unsicher, verwirrend...eine Mischung aus Furcht und Sehnsucht. Anders als damals am See und doch auch ähnlich. Langsam drehte sie sich in seinen Armen, barg ihr nasses Gesicht an seiner Brust.

Lass...mich nicht allein Envi....nicht heute ...nicht heute Nacht... flüsterte sie in die Falten seines Hemdes.
Ich...ich würde es nicht ertragen. Ja Liebster ich habe Angst... grosse Angst....aber...noch grösser ist die Sehnsucht nach deiner Nähe...und ich...ich weiss nur du kannst mir diese Ängste nehmen...weil ich dich liebe...und weil ich weiss...das du mich liebst.

Zögernd hob sie den Kopf, suchte mit ihrem Blick den seinen...ängstlich nach seiner Reaktion forschend.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 16:13

Ihr die Ängste nehmen, hallte es in Envis Kopf und Erinnerungen kamen zutage. Der See. Ihre Nacht. Das erste Mal, dass sie sich einem Mann hingegeben hatte. Und mit einem Mal verschwammen diese Erinnerungen und wurden von neuen Bildern verdrängt. Grobschlächtige Männer, geifernd und lachend über eine wehrlose Frau gebeugt. Dreckige Hände berührten den entblössten Körper, zwangen ihre Beine auseinander und ....

Envi ging ein paar Schritte zurück und verbarg sein Gesicht in seinen Händen. Er wusste was er in diesem Moment gesehen hatte und das erste Mal in seinem Leben wollte er das ihn diese Gabe verliess, dass er sie nicht mehr besitzen würde denn es würde nicht das letzte Mal sein, dass er diese Bilder sehen würde. Langsam liess er die Hände sinken und sah ihr in die Augen, die leicht gerötet von all den Tränen waren und ihm noch immer einen flehenden Blick sandten. Entsetzt sah er sie an, als würde er sie noch immer dort auf dem Boden sehen können, wie diese schmierigen und verdreckten Hände ihren wunderschönen Körper besudelten.

Es tut mir leid Rouvena ..., stammelte er leise vor sich hin und ging mit raschen Schritten zurück in das Wohnzimmer. Erst einmal nur weg, ging es ihm durch den Kopf, er musste diese Bilder verdrängen, vergessen, von sich schieben. Im vorbei gehen nahm er seine Pfeife vom Kaminsims und ging durch die Hintertür in den Burghof. Minutenlang eilte er im Kreis umher, ruhe- und rastlos bis er sich, an eine der massiven Mauern gelehnt, langsam auf den Boden sinken liess. Weshalb nur musste dies geschehen, weshalb nur konnte er sie nicht beschützen ? Tränen strömten nun aus seinen Augen, Tränen voller Schmerz.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 17:10

Das Entsetzen in seinem Blick, sein Zurückweichen traf sie wie ein Schlag ins Gesicht. Kreidebleich stand sie, unfähig sich zu bewegen und erst lange nachdem er das Zimmer verlassen hatte, begann sie zu begreifen. Er wollte sie nicht, konnte nicht vergessen was er sah. Wie ein Dolchstoss traf es sie mitten ins Herz. War das noch Envi? Ihr Envi der ....und diesem Punkt brach sie zusammen, schluchzend krümmte sie sich am Boden zusammen.

Wie lange sie so gelegen hatte? Rouvena hätte es nicht zu sagen gewusst. Doch als sie sich mühsam erhob, war ihr Blick leer, die Bewegungen schleppend. Sie wusste wo sie ihn finden konnte und so ging sie hinaus in die Nacht, fand ihn schliesslich an eine der grossen Mauern gelehnt. Lange ruhte ihr Blick auf ihm, stumm , ausdruckslos, bis ein leiser zitternder Atemzug über ihre Lippen kam und sie näher ging. Leise, ohne Regung begann sie zu sprechen.

Du kannst nicht vergessen... auch wenn du sagtest heut in der Höhle, das sich nichts geändert hat. Du kannst es nicht. Glaub ich auch nicht, aber ich hätte damit zu leben gelernt. Ich muss ja damit leben nicht wahr? Was ich aber nicht kann....mit diesen Blicken von dir leben, mit dem Ensetzen in deinen Augen.

Kurz schwieg sie, sah ihn nur an mit diesem Blick der durch ihn hindurch zu gehen schien. Dann atmete sie tief durch.

Vielleicht ist es am Besten ich gehe wieder.... irgendwohin wo mich niemand kennt....wo ich vergessen kann. Dann kannst auch du zur Ruhe kommen ohne mich....
Langsam wandte sie sich ab....ging ohne eine Antwort abzuwarten zurück.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 18:14

Er hatte sein Versprechen gebrochen und versagt, gnadenlos versagt ... versagt.

Diese Worte brannten sich in seinen Kopf wie das Brandmahl eines Tieres. Allmählich war nun auch der Tabak in seiner Pfeife verraucht als leise Schritte auf ihn zu kamen. Rouvena stand vor ihm mit ausdruckslosen Augen obwohl ihr Blick auf ihm ruhte. Und ebenso ausdruckslos wie ihr Blick waren nun ihre Worte, klar und wie Peitschenhiebe knallten sie ihm entgegen und bei ihren letzten Worten schien es als würden mindestens zehn Peitschen auf einmal auf ihn herunter zischen.

NEIN ..., rief er ihr hinterher und sofort war er auf den Beinen um ihr zu folgen. Noch vor der Hintertür hatte er sie eingeholt und griff nach ihrer Hand um sie zu sich zu drehen. Nein, Rouvena, du irrst dich, kamen die Worte flehend über seine Lippen. Bitte, gehe nicht ... tue mir dies nicht an, verlasse mich nicht wieder ... es ..., seine Stimme versagte als er ihr mit traurigen Augen in die ihren sah, .. bitte, komm mit. Noch immer ihre Hand haltend ging er mit ihr um das Gästehaus herum, ein Stück weit an der Mauer entlang, bis sie beim hinteren Teil der Burg angelangt waren. Dort war eine kleine Tür, die Envi leise öffnete und ihr den Vortritt liess. An dieser Seite war die staatliche Burg auf einem massiven Hügel erbaut worden und wurde von von aufragenden Felsmassiv geschützt. Jedoch gab es einen kleine, flachen Vorsprung, der von einem Zaun eingefasst war um etwaige Besucher zu schützen. Von hier aus hatte man einen weiten Blick über die Highlands und konnte Feinde aus dieser Richtung schon von weitem erkennen.

Envi stellte sich hinter Rouvena und schlang seine Arme behutsam aber eng um sie. Eine Weile sagte er kein Wort, hielt sie nur fest und küsste immer wieder sanft ihren Hals, ihr Ohr und ihre Wange. Bitte gehe nicht Rouvena ... es ist nicht wegen dir weshalb ich vorhin derartig entsetzt war, begann er nun sehr leise, ich ... ich sah was ... was man dir angetan hatte. Wir müssen beide lernen damit zu leben ... ich ebenso wie auch du selbst. Sanft zog er sie mit sich zu Boden und liess sie dabei keinen Moment aus seinen Armen. Nun sass sie zwischen seinen Beinen und Envi versuchte ihr sein Verhalten zu erklären.

Das man einer Frau derartiges antun kann kenne ich erst seit ich diese Lande durchquere. In meiner Heimat werden Frauen getötet, wie jeder Mann, wenn die Orks oder Uruks über ein Dorf herfallen. Sie schänden Menschen auf andere Art und Weise, aber nicht wie es dir widerfahren ist mein Abendstern. Für Orks gibt es da keinen Unterschied, ob Mann oder Frau oder gar ein Kind. Für Orks gibt es nur eines ... zu töten, ohne jede Gnade. Wenn sie einen menschlichen oder elbischen Körper schänden wollen haben sie andere Methoden, sie trennen die Köpfe der Toten ab und nehmen ihnen die Augenlider. Das hat einen symbolischen Hintergrund für sie, dadurch können ihre Opfer niemals aufhören das Grauen zu sehen.

Envi verstummte. Sanft und liebevoll strich er ihr über den Kopf, wischte eine Strähne aus ihrem Gesicht und küsste sie zärtlich auf die Stirn. Beinahe endlose Minuten verstrichen in denen er nicht aufhörte sie mit all seiner Liebe, die er im Moment aufbringen konnte, zu liebkosen. Behutsam liess er seine Hand über ihre Seite gleiten, über ihre Beine und ihren Bauch und ihre Brust. Noch immer war das Verlangen ihn ihm sie lieben zu dürfen, doch etwas liess ihn noch zögern.
Als ich das erste Mal sah wie ein Mann in solch einer Art über eine Frau hierfiel, fuhr er nun sehr leise fort, wurde mir übel. Ich konnte es nicht fassen, nicht begreifen und noch heute höre ich die verzweifelten Schreie dieser Frau. Ich wollte ihr zu Hilfe eilen doch ich konnte es nicht da ich wie gelähmt war. Erst Minuten später als sie schon geschändet war löste sich meine Starre und ich erschlug diesen Kerl, die Frau jedoch spuckte mich an und schlug nach mir weil ich nicht in der Lage war ihr früher zu helfen. Bitte Rouvena, lasse mir auch ein bisschen Zeit, wie ich sie dir zugestehe, um damit fertig zu werden. An meiner Liebe zu dir hat sich nichts geändert ... ich muss nur diese Bilder aus meinem Kopf bekommen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 20 Jul 2010 - 21:47

Rouvena fror entsetzlich als sie zurückging zum Haus, obwohl die Nacht warm war. Ein frieren, das direkt aus ihrem Herzen zu kommen schien. Sie hörte seine Rufe nicht, hielt erst an als er sie bei den Händen nahm. Immer noch regte sich kein Zug in dem bleichen, ebenmässigen Gesicht, nichts zeigte an das seine verzweifelten Worte sie erreichten, doch folgte sie ihm schweigend zum hinteren Teil der Burg hinaus auf die kleine Plattform.

Wieder stand er hinter ihr, umschloss sie fest und eng mit den Armen. Zärtlich küsste er immer wieder ihren Hals, die Wange und Ohren und ein kaum spürbares Beben durchlief den schlanken Körper, lockerte die Starre soweit das sie begann ihn wahrzunehmen, seine Worte allmählich mit ihrem Verstand erfasste.

Rouvena liess es zu das er sie mit sich zog und sie sich zwischen seinen Beinen sitzend, mit dem Rücken an ihn gelehnt wiederfand. Ihre Augen schlossen sich bei seinem sanften Streicheln und als erneut zu sprechen begann legte sie sich ein bisschen weiter zurück bog den Kopf bis er an seiner Schulter ruhte.

Es war nicht deine Schuld.... sagte sie schliesslich leise nachdem er geendet hatte, ...und es war auch nicht meine....Solche Dinge.....sie geschehen hierzulande immer wieder. Wieder war es lange still bis sie in die Stille hinein ...ich weiss wer sie waren. einem von ihnen verdanke ich das hier... sagte und ihre Hand sich an die Schulter griff, dorthin wo das vernarbte Brandmal sass. Sie nickte nur als er sie um Zeit bat, wandte den Kopf und sah ihn an. Und zum ersten Mal seit sie die Höhle verlassen hatten berührte sie ihn bewusst, glitten die Fingerspitzen sanft über sein Gesicht.

Ich bitte dich trotzdem zu bleiben heute Nacht...einfach nur bei mir zu sein und mich festzuhalten. Reite morgen und hole deinen Sohn ....aber nicht heute....BITTE!


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mi 21 Jul 2010 - 0:54

Noch immer zogen leichte Schauer von frösteln durch ihren Körper und Envi zog Rouvena noch enger an sich, umschlang sie sogar mit seinen Beinen um ihr Wärme zu spenden. Dermassen eng umschlungen sassen sie nun auf der kleinen Plattform. Envi hatte seinen Kopf in ihrer Schulter vergraben als er ihr leise antwortete.
Es tut mir unendlich leid Rouvena, dass ich dich und Tarciryan nicht beschützen konnte ...., seine Stimme klang nun sehr traurig und immer wieder wurde sie von seinem schluchzen unterbrochen, ... ich hatte es dir versprochen ... und in Tara solltet ihr sicher sein ... es ist meine Schuld Rouvena... ich war zu ... zu sicher ... zu überheblich und arrogant. Es tut mir so leid ... bitte verzeih mir ... verzeih mir, dass ich mein Versprechen gebrochen habe ... das ich euch im Stich gelassen habe... bitte Rouvena.

Der Mond schien über das Land und verwandelte die Highlands in eine unnatürliche aber auch stimmungsvolle Landschaft. Doch dafür hatte Envi im Moment keinen Blick übrig. Nur seine Rouvena war nun für ihn wichtig, sie bei sich zu haben, ihre Nähe zu spüren, sie in den Armen zu halten und nie wieder los zu lassen. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen Rouvena, fuhr er nach langer Zeit leise fort, ... für uns beide. Langsam hob er seinen Kopf, seine Hand öffnete vorsichtig das Band, dss ihr Hemd zusammen hielt und sehr langsam strich er den Stoff an der besagten Schulter zur Seite. Nur zu deutlich konnte man im Mondschein das eingebrannte "H" erkennen, dass sich durch dicke Narben von der Haut abhob. Sanft strich er mit seinem Zeigefinger die Konturen nach und sagte dann leise, Aye mein Abendstern ... ich bleibe bei dir ... heute Nacht und alle zukünftigen Nächte. Nur verstehe bitte, dass ich Anárion bei uns haben möchte. Ich werde erst reiten wenn du dazu bereit bist, keinen Tag früher.

Er hob langsam ihren Kopf etwas höher um sie im nächsten Augenblick zärtlich zu küssen.

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